Kaffeerösten Zu Hause

Kaffeerösten Zu Hause

Autor : Claus Fricke
Geschlecht : Bücher, Kochen & Genießen, Getränke,
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Dateigröße : 9.07 MB
Format : PDF, ePub

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Kaffeerösten Zu Hause

Über den Autor und weitere Mitwirkende Neuauflage 2017: Jetzt erstmals komplett in Farbe!»Haben Sie schon einmal einen Kaffee getrunken, der aus gerade erst zwölf Stunden zuvor gerösteten Bohnen zubereitet wurde? Für mich war es eine Offenbarung – eine sinnliche Erfahrung der Kostbarkeiten, die auf unserem Planeten zu finden sind. Nie wieder wollte ich einen anderen Kaffee trinken.« So führt das vorliegende Buch in das Geheimnis eines wirklich guten Kaffees ein, denn erst das Rösten bringt den wahren Gusto eines Café Crème oder eines edlen Espresso zur Geltung. Der fachkundige Ratgeber zeigt, dass es sich lohnt, den Geschmack seines Kaffees selbst in die Hand zu nehmen, und es leichter ist, als man denkt. Detailliert und praxisnah werden die unterschiedliche Herkunft der Bohnen, die Röstverfahren sowie notwendige Gerätschaften wie etwa Haushaltsröster erläutert. Außerdem nennt der Autor Bezugsquellen für qualitativ hochwertige rohe Bohnen. Die heimische Kaffeeröstung für den Eigenbedarf hat in Europa eine lange Tradition und findet in jüngster Zeit wieder neue Freunde. Allein schon der Duft der 1001 Aromen, die während des Röstens und noch lange danach die Wohnung erfüllen, ist es wert, neu zu entdecken, was Kaffee eigentlich sein könnte. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Haben Sie schon einmal einen Kaffee getrunken, der aus gerade erst zwölf Stunden zuvor gerösteten Bohnen zubereitet wurde? Für mich war es eine Offenbarung ? die sinnliche Erfahrung einer Kostbarkeit unseres Planeten, die ich zuvor nicht gekannt habe. Nie wieder wollte ich einen anderen Kaffee trinken. Damit fingen aber auch die Schwierigkeiten an: Die Suche nach frischgeröstetem, also höchstens vier Tage altem Röstkaffee gleicht der berühmten Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Zwar gibt es in den Großstädten inzwischen wieder kleine Betriebe, die das Kaffeerösten als eine Handwerkskunst betreiben. Sie sind eine echte Bereicherung auf dem langweiligen Kaffeemarkt und beteuern auch gerne, dass ihre Röstung nicht mehr als vier Tage zurückliegt. Jedoch hat mir die Tasse leider oft anderes berichtet. Das ist freilich verständlich: Die Nachfrage nach den einzelnen Kaffeeprovenienzen ist allzu unregelmäßig, und geröstet wird erst, wenn die Schütte leer ist, was nicht selten einige Wochen oder Monate dauert. Ganz verloren war ich in den kleinen Städten, wo nach wie vor nur der Supermarkt oder der Bäcker mit ihren hinlänglich bekannten Kaffeeleichen aufwarten.Mittlerweile weiß ich, dass das heimische Kaffeerösten nicht schwieriger ist als Eierkochen oder Plätzchenbacken. Und so wundere ich mich darüber, dass nicht jeder seine Bohnen selbst röstet. Allein schon der Duft von 1001 Kaffeearomen (so viele sind es tatsächlich ungefähr), der während des Röstens und noch lange danach die Wohnung durchzieht, ist es wert, sich mit dieser einfachen Garkunst der Küche wieder vertraut zu machen. ?Wieder? deshalb, weil es vor nicht allzu langer Zeit die Regel und nicht die Ausnahme war, den Kaffee zu Hause zu rösten. Es trägt zur Lebensfreude bei und lässt Sie mit jeder Privatröstung neu entdecken, was Kaffee, was Espresso eigentlich sein kann.Auch weitere Gründe sprechen für die Wiederbelebung des heimischen Kaffeeröstens: erstens die langfristige Steigerung der Qualität der Rohkaffeebohnen und zweitens die Erzielung fairer Preise für die Kaffeeanbauer, die es wahrlich bitter nötig hätten.Das vorliegende Buch hat es zum Ziel, dem Kaffeeliebhaber fundierte Kenntnisse über das Kaffeerösten zu vermitteln und ihn in die Lage zu versetzen, wie ein Profi bei sich zu Hause in Kleinstmengen Kaffee zu rösten. Wenn Sie das Buch gelesen und ein wenig Rösterfahrung gesammelt haben, werden Sie in der Lage sein, jederzeit aus frischgerösteten Bohnen einen Kaffee herzustellen, der die im Supermarkt gekaufte Ware geschmacklich um Längen übertrifft. Je mehr Kaffeeliebhaber dies tun, desto größer wird die private Nachfrage nach guten und sehr guten Kaffeebohnen werden. Auf dieser Grundlage könnte zwischen Kaffeeproduzent und Kaffeekonsument eine direkte Handelsbeziehung aufgebaut werden, die es dem Kaffeeproduzenten, einem Winzer gleich, erlauben würde, die Verkaufspreise für seine Produkte selbst zu bestimmen. Ein Kaffeeliebhaber, der zu Hause mit jeder Privatröstung neu entdeckt, was Kaffee, was Espresso eigentlich sein kann, wird irgendwann auch den Wunsch haben, unterschiedliche Sorten, Anbauregionen, Aufbereitungsarten etc. kennenzulernen. Dazu sollte er die Rohkaffeebohnen möglichst direkt beim Produzenten einkaufen. Über das Internet könnte ein Kontakt zwischen Produzent/Genossenschaft und Verbraucher hergestellt werden. Wie im Weinhandel würde der Produzent sichtbar, bekäme einen Namen und eine Adresse, an die sich der Verbraucher wenden könnte. Dort erführe er dann auch aus erster Hand mehr über die zum Kauf angebotenen Rohkaffeebohnen: Botanische Arabica-Varietät, Bodenart, wo und in welcher Höhe gewachsen, wie gepflückt, wie aufbereitet, wie war das Kaffeejahr usw. Dass gute Bohnen ihren Preis haben, wäre dann selbstverständlich. Rohkaffee hat zudem den Vorteil, dass er ohne nennenswerten Qualitätsverlust mindestens zwei Jahre lang gelagert werden kann. Die Ansprüche hinsichtlich der Lagerbedingungen (trocken, dunkel, nicht zu warm) können in jeder Mietwohnung erfüllt werden. Wie der Weingenießer, der leidenschaftlich bemüht ist, ein paar gute Tropfen auf Lager zu haben, so könnte auch der Kaffeegenießer also einige gute Bohnen vorhalten: z.B. ein 2006er Kenia AA, oder auch ein 2007er Äthiopien Yirgacheffe. Die Vielfalt an Kaffeegenuss braucht der beim Wein nicht nachzustehen. Diese hoffnungsvolle Vision hat lediglich eine kleine Voraussetzung: Der Kaffee muss, der Kaffee darf wieder zu Hause geröstet werden. Dazu benötigen Sie ein paar Begriffe und Kenntnisse (da, frei nach Kant, Anschauung ohne Begriffe blind ist), die Sie sich aneignen können. Vergessen Sie aber über dem Lesen nicht, das Gelernte mit Muße in die Praxis umzusetzen (da, wiederum frei nach Kant, Wissen ohne Anschauung leer bleibt). Die Kaffeeanbauer und Kaffeeliebhaber sagen Ihnen schon jetzt ein herzliches Dankeschön.

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